Vortrag und Planänderungen

Heute haben wir den 15.12.2019 und somit auch den 3. Advent. Es sind somit noch 68 Tage bis zu meinem letzten Arbeitstag und der Abschiedsfeier. Die Zeit hier fliegt und schwindet dahin. Ich merke in den letzten Tagen, wie wichtig mir meine Familie ist. Wenn ich zu meinem Bruder gehe, dann genieße ich die Zeit und probiere jeden Moment zu genießen. Ob das Gespräche sind oder den Kindern Geschichten vor zu lesen oder einfach miteinander spielen. Wenn ich mit Rahel, der jüngsten, die ersten Gehversuche starte und Sie dabei lächelt und von ganzen Herzen lacht. Das sind Erlebnisse bzw. Ereignisse die man oft als alltäglich sieht, aber wenn du weißt, dass Sie älter sein werden, wenn du wieder zurückkommst, dann ist das was besonderes! Eigentlich sollten genau diese kleinen Dinge uns wichtig sein, weil jene das Leben lebenswert machen! Wir genießen solche Momente oft nur zu wenig, weil der alltägliche Stress uns oft im Griff hat!

Vortrag

Am Freitag war ich auf einem Vortrag von Witali. Er ist 4300km durch Europa auf verschiedenen Wegen gewandert. Die geplante Strecke sollte bei Ihm von Trondheim bis nach Porto gehen. Bei Ihm dauerte es von der Idee bis zum Startdatum ca. 8 Monate. Mit seiner Freundin flog er nach Trondheim und die beiden wanderten den Olavsweg entlang nach Oslo. Die beiden liefen jedoch erst Ende August los und somit kamen sie gerade rechtzeitig vor Wintereinbruch nach Oslo. Mit Schlafsäcken, die eine Komforttemperatur von nur 14° hatten, ging es nicht mehr weiter und daher flogen die beiden nach Frankreich um von Le Puy-en-Velay den fast 800 km langen Pilgerweg „Via Podiensis“ nach Saint-Jean-Pied-de-Port zu wandern, danach ging es über die Pyrenäen die Küste entlang über Stantiago de Compestela nach Porto. Diese mehr als 2.500 km lange Strecke meisterten die beiden zusammen. Es gab tolle Geschichten zu erzählen und es tut einfach gut die Richtung zu kennen, aber es nicht bis in das allerfeinste Detail geplant zu haben. Einer der besten Sätze war dieser: „Du lernst nicht nur dich selber besser kennen, sondern auch die Personen mit denen du wanderst. Du redest über alles, währenddessen du wanderst, weil du Zeit hast.“ Ich freue mich wirklich sehr, dass einige Personen gemeint haben, dass Sie mich besuchen werden und ein paar Schritte mit mir zusammen gehen wollen. Beide Arten zu reisen haben ein gewisses etwas und als Alleinreisender sprichst du einfach mit Tieren, singst laut oder führst Selbstgespräche. Ich kenne das von meiner Transalp 😀

Nach einem halben Jahr ging er alleine los von Oslo nach Köln. Er hatte so eine Energie nach der Tour, dass er in seine Arbeit viel Zeit investierte. Nach einem halben Jahr war er wieder total erschöpft und auch nicht mehr körperlich fit, da er kein einziges Mal mehr wanderte. Somit packte er seinen Rucksack und lief die Route von Oslo aus weiter. Auf dieser Route besuchten ihn sein Cousin, seine Freundin und seine Eltern. In allen Ländern war die Gastfreundlichkeit super, aber die schönste Zeit war in Portugal. Ich selber freue mich auch total auf Portugal, da ich die Algarve schon kenne und weiß wie die Menschen dort sind! 🙂

Der Vortrag war sehr gut und ich fand mich auch selber wieder. Letztes Jahr im Sommer machte ich meine Transalp. Die Vorbereitung darauf im Fitnessstudio ging ein halbes Jahr und die Reise selbst ja 22 Tage mit über 1000 km. Du sprühst nach dieser Reise mit so einer Energie und Lebensfreude. Sogar so stark, dass es andere bemerken und dich darauf ansprechen. Wie auch bei Ihm, dauerte es bei mir ein halbes Jahr bis ich in New York merkte, dass ich wieder los muss. Es ist komisch die Gefühle in Worte zu fassen, aber du spürst einen Drang danach deine Abenteuerlust zu stillen. Die Personen, mit denen ich über Neujahr, Januar und Februar darüber redete, haben bestimmt gedacht: „Der spinnt!“. Du kannst dich dagegen nicht wehren und es wäre auch nicht richtig, weil wenn du so einen Drang hast, dann musst du den Traum leben! Jedem dem ich damals damit genervt habe, sage ich hiermit: „Es tut mir Leid!“ 😀

Planänderungen

Lange machte ich mir die Gedanken, ob es richtig ist mit einem Billigflieger nach 2 h in Catania zu sein um einen Tag später loszuwandern. Das sind mal kurz mehrere 1000 km und somit genau das Gegenteil von „Slow Travel“. Außerdem würde ich den Ätna sehen, bevor ich überhaupt los gelaufen bin. Schlussendlich soll er doch das Ziel am Horizont sein, da kurz darauf schon Messina kommt und somit die Überfahrt auf das italienische Festland. Geplant war ja damals, dass ich mit dem Flieger nach Palermo reise um dann von da aus nach Trapani mit dem Zug weiter reise. Ich freue mich nun aber, dass ich mit meinem Kumpel Jochen, der auch mit mir in Amerika war, diese Reise bis nach Trapani antreten werde. Wir zwei werden nun schon am 22. Februar, also am Tag nach meiner Feier, nach Salzburg aufbrechen. Es gibt zwei Zugstrecken nach Italien. Die eine führt über Zürich nach Mailand und die zweite von München über Salzburg nach Venedig. Da wir zwei schon lange einmal Venedig sehen wollten, ist dies aktuell die Chance. An diesem Abend und Vormittag werden wir uns Salzburg anschauen und dann nach Venedig aufbrechen. In Venedig werden wir dann 2 Nächte sein und hoffentlich eine schöne Zeit ohne viel Kreuzfahrtschiffe und Hochwasser zu haben. Nach diesen 2 Tagen werden wir nach Palermo aufbrechen. Zusammen werden wir uns Palermo anschauen und nach Trapani bzw. Marsala fahren. Am 01. März wird Jochen nach Hause fliegen und ich mich auf meine Reise zu Fuß begeben. Es ist einfach genial, dass ich nun meinen Flug stornieren kann und dann sogar die Anreise nicht alleine antreten muss. Auch gibt es einem doch das Gefühl von der „Haustüre“ aus aufzubrechen. 😉

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