Geplante Route von 2019 – vor Corona…

Reiseroute Teil 1 – Sizilien

Mitte Februar werde ich von Stuttgart nach Palermo mit dem Zug und der Fähre reisen. Von Palermo geht es dann mit dem Zug nach Trapani zu meinem Startpunkt des Abenteuers!

Die ersten Tage werde ich in Palermo verbringen und die Hauptstadt Siziliens und die Gegend herum erkunden. Diese Stadt fesselt mich schon lange und ist auch in den letzten Jahren wieder “herausgeputzt” wurden. Die verschiedenen Völker, welche mal die Stadt inne hatten, haben Ihre Spuren hinterlassen! Von Palermo geht es dann mit dem Zug zum Startpunkt meiner Wanderung durch Europa.

In Trapani starte ich am südlichsten Punkt des nationalen Wanderweges Sentiero Italia (SI). Dieser Wanderweg führt mich nun mehrere Monate quer durch Italien. Ich werde diesen immer mal wieder kurz verlassen, wenn ich eine bestimmte Region oder Stadt sehen möchte. Der Sentiero Italia ist auch Teil des Europäischen Fernwanderweges E1. Ich freue mich schon total auf die sizilianischen Ortschaften und Städte mit Ihren Kirchen und Häusern! 🙂

Von Trapani geht es ein Stück die Küste am Tyrrhenischen Meer entlang durch den Zingaro Nationalpark, bevor es ab dem Küstenort Scopello ins Landesinnere geht.

Ab hier werde ich auch die ersten Gipfel mit 1.000 m sehen. Bis ich die ersten Gipfel jedoch besteige werde ich noch etwas warten müssen. Die nächsten Tage wird es durch die Gebirgslandschaften Bosco del Cappelliere, Bosco della Ficuzza und Bosco del Cardellino gehen.

Das erste große Highlight wird für mich der Madonie Nationalpark, dieser Park soll wunderschön sein und ist gleichzeitig die höchste Bergkette Siziliens! Hier werde ich dennoch das erste Mal meinen geführten Trail verlassen und werde einen Schlenker über das bekannte Bergdorf Pollina machen! 🙂

Nach dem höchsten Gebirge Siziliens geht es durch flaches Gelände in den Nebrodi Nationalpark. Dies ist der letzte Abschnitt bevor es Richtung des Ätna gehen wird. Im Internet steht, dass ich den Vulkan von hier aus schon sehen werde. Der Nebrodi ist einer der größten Regionalparks in Europa. Die Araber nannten das Gebiet der Monti Nebrodi „Insel auf der Insel“, da hier im Gegensatz zu anderen Gegenden Siziliens auf Grund zahlreicher Bäche und Flüsse auch in den heißen Sommermonaten schön grün ist. Daher freue ich mich umso mehr, dass ich im Frühling durch diesen Park laufen darf! Wie gesagt, wird es nach dem Nebrodi Nationalpark ein Rundgang um den Ätna geben. Dieser Moment steht ganz oben auf meiner Liste, was ich in Europa erleben möchte. Dieser Vulkan ist im Gegensatz zum Vesuv (Neapel) ein Teil der offiziellen Route des SI. Was mich dort erwartet weiß ich heute noch nicht und ich werde mich aber noch ausgiebig informieren. Danach erfolgt der letzte Wanderabschnitt auf Sizilien zum „Tor Siziliens“ nach Messina. Auf den Weg dorthin werde ich mir den Drehort für den bekannten Mafiafilm “Der Pate” anschauen. Jeder der den Film gesehen hat kennt die Szene, als Michael auf Sizilien lebt und dort heiratet. Das Buch habe ich mir gekauft und werde es auf meiner Reise durch Sizilien lesen. Auch das kleine Örtchen “Corleone” ist in der Nähe meines Weges, doch ich weiß noch nicht, ob ich den Abstecher nehmen werde. Bis nach Messina werde ich schon ca. 600 – 700 km unterwegs gewesen sein. Das sind bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km fast genau 1 Monat, somit werde ich Ende März das Festland Italiens betreten.

Der Sentiero Italia

Meine Route durch Sizilien

Reiseroute Teil 2 – Italien und Frankreich

Ich starte an  „Stiefelspitze“ bei Reggio Calabria meine Wanderung durch das italienische Festland. Der Sentiero Italia (SI) bildet hier den Europäischen Fernwanderweg E1 und führt durch die Gebirgskette im Innern Kalabriens.

Direkt am Rande von Reggio Calabria beginnt das Aspromonte Bergmassiv, durch das sich der SI hindurchschlängelt. Hier werde ich auch meinen ersten richtigen Gipfel besteigen, nämlich den Montalto, der mit über 1.900 m der höchste Berg dieses Massivs ist. Dieses Gebirge ist eines der ersten Gebiete, welchea ich durchqueren werde, in den es noch wilde Tiere gibt. Ich habe keine Angst vor den Wölfen, sondern nur Respekt und dieser ist auch wichtig. Zudem wandere ich auf einem Wanderweg und werde eventuell gar nicht so weit von der Zivilisation abends entfernt sein.

Nach dem Aspromonte folgen die Nationalparks Serre und Sila. Der größte Teil des Serre Nationalpark ist unberührt, da er sich durch viele Schluchten und Wasserfälle kennzeichnet. Der Sila hingegen ist der Park mit dem höchsten Waldanteil in Italien.Nach dem Sila Nationalpark geht es in der Nähe der Küste durch das Massiv des Pollino. Umgeben von 2.000ern werde ich durch den größten Nationlparks Italiens wandern. Seit 2015 gehört dieser Park zum UNESCO Weltkulturerbe und soll mit seiner breiten Anzahl an Flora und Fauna wunderschön sein. Ich werde hier sehr wahrscheinlich den Monte Pollino (2.248m) und den Serra Dolcedormo (2.276m) erklimmen. Diese liegen nämlichen direkt am SI. Bis zum Bergmassiv des Pollino werde ich ca. 600km zurücklegen. Die Region werde ich danach verlassen und ca. 125km durch Basilikata wandern.

Nationalpark des Pollino

Nach den wenigen Kilometer durch Basilikata geht es in die „glückliche Region“ Kampanien. Diese Bezeichnung erhielt die Region durch die Römer, da es eine sehr fruchtbare Gegend ist. Durch die Nationalparks Cilento und Vallo di Diano laufe ich durch die südliche Region Kampaniens, der Provinz Salerno.

Nach diesen beiden Nationalparks geht es durch das Gebirgsmassiv Monti Picentini auf dem Weg nach Neapel. Es geht an Salerno vorbei nach Amalfi. Die Amalfiküste ist weltbekannt und im Sommer ein Touristenmagnet. Ich hoffe, dass es zu meiner Zeit noch schön ist und ich die tollen Küstenwanderwege entlang laufen kann. Am Monte Cerreto mache ich mich auf in Richtung Pompeji. Diese antike Stadt wurde bei einem Vulkanausbruch 79 n. Chr. zerstört. Danach geht es entlang des Vesuvs nach Neapel. In Neapel werde ich eine Pause einlegen und mir diese ur-typische italienische Stadt anschauen und erkunden!

In Neapel werde ich auf die Via Francigena (VF) wechseln. Dieser Wanderweg war einst mal eine Fernstraße, die die englische Stadt Canterbury mit Rom und den Häfen Apuliens verband. Entlang dieser alten Fernstraße führt auch ein Teil der Via Appia, welche sogar älter als der Jakobsweg ist! Diese Straße war in der Antike die wichtigste Verbindung der damaligen großen Stadt Capua, welche im 2. Weltkrieg leider sehr stark mit Luftangriffen beschädigt wurde. Durch die Provinz Caserta verlasse ich die Region Kampanien und überquere die Grenze nach Latium.

Dadurch, dass ich hier die Wanderwege wechsle kann man nicht genau sagen, wie viel Kilometer es vom Pollino Massiv bis nach Neapel sind, aber es werden ca. 300 – 400 km sein. Von Neapel bis an die Grenze der Region Latium werde ich ca. weitere 600 km laufen, somit werde ich auf dem Weg in die „Heilige Stadt“ nach Rom die 2000 km Marke überschreiten.

In Rom werde ich mir ein paar Tage Zeit nehmen und vielleicht besucht mich auch jemand. Dort werde ich als Tourist auf den Plan treten und die Sehenswürdigkeiten der Stadt auf mich wirken lassen. Ich werde aber auch die Adreatinischen Höhlen besuchen, wo 1944 ein Kriegsverbrechen der Wehrmacht durchgeführt wurde.

Nach den hoffentlich erholsamen Tagen in Rom, geht es weiter Richtung Norden auf dem VF entlang. Von dieser Region habe ich aktuell noch keine Vorstellung, aber ich freue mich schon auf die nächste Region! Die nächsten 400 km werde ich durch die Toskana wandern, vorbei an den Städten Florenz und Pisa, welche ich eventuell besuchen möchte. Auch hier werde ich wieder einen Ort besuchen, der keine touristische Attraktion ist. Es geht in das Dorf Sant‘ Anna di Stazzema, wo dieses Mal die SS, beim damaligen Rückzug aus Italien, ein ganzes Dorf auslöschte…

Ich habe hier lange überlegt, ob ich wieder auf den E1 bzw. den SI durch die Toskana laufen soll, aber ich bleibe auf dem VF. Dieser führt mich durch den westlichen Teil der Toskana und durch die Region Ligurien. Auf Höhe des Passo della Cisa werde ich mich wieder auf den SI begeben, um Richtung Genua aufzubrechen. Bis auf Höhe Genuas werde ich gleichzeitig auch ein Teil des E1 wandern. Dieser biegt aber dann Richtung Norden ab, wo ich aber erst einmal noch nicht hin möchte. Ich verabschiede mich hier bis auf Weiteres vom E1 und hoffe Ihn bald wieder begehen zu dürfen 🙂

Mit großen Schritten wird es die letzten Kilometer auf dem SI Richtung Frankreich weiter gehen. Von Genua werde ich noch ca. 200 km auf dem SI wandern. Es geht von Genua in Richtung der Ligurischen Alpen, vorbei am Punta Marguareis. Der Berg ist mit 2.651 m der höchste Berg der Ligurischen Alpen. Ich werde mich hier inzwischen in der Region Piemont befinden und die letzten Meter auf italienischem Boden beschreiten. Die nächsten Kilometer gehen entlang der französischen Grenze, wo ich dann auf den Wanderweg 52A Le Sentier panoramique du Mercanteur abbiege. Dies ist ein Wanderweg, der durch die Seealpen Richtung Süden zum Meer geht. Der 52A führt mich erst nach Süden und macht kurz vor Monaco einen Knick Richtung Norden. An diesem Knick in Sospel werde ich vom 52A auf den Wanderweg 52 nach Menton aufbrechen. Diese Stadt grenzt direkt an Italien und liegt am Fuße der Côte d’Azur. Von hier aus beginnt die Via Aurelai, ein Jakobsweg, der an der Küste entlang durch Monaco nach Niza führt. Bei Nizza endet auch der Fernwanderweg E2 welchen ich hier jetzt Richtung Norden bis nach Briancon wandern werde.

Es geht mittendurch die hohen See- und Cottischen Alpen. Ich werde von 2.000er und sogar 3.000er umgeben sein. In Briancon werde ich den E2 verlassen und für ca. 650 km die Via Domitia entlang laufen. Dies war die erste Römerstraße, die in Gallien gebaut wurde. Sie wurde lt. Wikipedia ca. 122 v. Chr. fertig gestell und verband das erste Mal Italien mit Spanien. Diese Römerstraße gilt heute als Jakobsweg und führt durch die Provence, vorbei an Marseille, Avignon auf die Via Tolosana. Diese Straße ist auch ein Abschnitt der Via Domitia und führt mich durch Montpellier und Lodève auf den E4. Dort verlasse ich auch die Provence und wandere durch Okzitanien. Die Provence ist in meinem Kopf aktuell ebenbürtig mit der Landschaft der Toskana. Ich bin gespannt, welche der beiden Regionen mich am meisten begeistern werden. Durch kleine Dörfer zu wandern und die blühende Landschaft zu erleben. Ich weiß, dass der Umweg nach Norden nochmal einiges an Kilometer fordert, aber bei so vielen, kommt es auf ein paar 100 km nicht mehr an. In dieser Zeit, wo ich an der Côte d’Azur bin, ist Urlaubszeit und dann will ich nicht durch Sain-Tropez oder Marseille laufen. Dann liebe wieder ein letztes Mal die Alpen genießen, bevor es wieder in den Süden geht!

Auf Höhe von Le Rialet werde ich den Jakobsweg verlassen und auf dem E4 in Richtung Spanien weiter wandern. Durch Mazamet geht es nun nur nach Süden zur Stadt Carcassonne. In Carcassonne werde ich mir die große Festung Cité de Carcassonne anschauen. Die Festungsstadt wird von einer Mauer mit insgesamt 52 Türmen umgeben. Die Region Okzitanien ähnelt sehr stark der katalanischen Sprache und im klassischen Sinne war es die Region von Bordeaux bis nach Nizza. Ich bin gespannt in wie weit ich die Menschen mit meinem Französisch verstehen werde. Ein paar km sind es noch von Carcassonne bis ich zum ersten Mal durch Pyrenäen wandern werde. Um nach Spanien zu kommen musst diese durchqueren. Vorbei an Andorra geht es bei Bourg-Madame über die Grenze und ich werde spanischen Boden betreten. In Spanien werde ich nun fast 2.000 km auf dem E4 bis an den Golf von Gibraltar wandern.

Wenn ich es grob überschlage werde ich von der Südspitze Italiens bis an die Grenze Spaniens mehr als 5.000 km gelaufen sein. Dieser Abschnitt wird mich am Anfang im südlichen Gebirgsmassiv und kurz vor Ende in den Westalpen auch sehr fordern. Die Wanderwege hier werden sehr alpin sein und alles von mir abverlangen. Heute weiß ich noch nicht wie viel ich laufen werde oder wie viele „Zero Days“ ich einplanen werde, aber viel Kleidung werde ich die nächsten paar Tausend Kilometer nicht benötigen, da ich im Spätsommer gen Süden wandere. Einerseits denke ich mir gerade, dass ich doch im Sommer eigentlich im Norden sein müsste, aber andererseits war ich ja schon im Süden und konnte Italien im Frühling blühen sehen. Ich werde eh früher oder später auf Schnee treffen. Spätestens, wenn ich die Pyrenäen in Richtung Bordeaux überquere, aber auch hier wird es eine passende Route geben 😉

Mittlerweile ist es 00:37 am 14. April 2019. Ich sollte mich wohl in Richtung Bett bewegen 😀 Wo werde ich wohl in einem Jahr sein? Manchmal denke ich, warum mache ich es nicht sofort, was ist wenn was dazwischen kommt? Aber ich denke, dass es richtig ist mich darauf vorzubereiten und alles ein bisschen zu planen. In einem Jahr werde ich mich hoffentlich gesund und munter in Kalabrien befinden 🙂

Der Sentiero Italia

Artikel über die Neugründung des Sentiero Italia

Via Francigena

Reiseroute Teil 3 – Spanien/ Portugal

Wie schon im vorherigen Teil am Ende beschrieben, werde ich schon mehr als 5.000 km gewandert sein, wenn ich die spanische Grenze erreiche. Dies bedeutet auch, dass ich im Hochsommer in Spanien und im Spätsommer in Portugal unterwegs sein werde.

Aber zur Route kommen wir wie gewohnt jetzt im Text. 😉 Ganz wichtig ist mir, aber dass du das als Leser, als meinen Plan siehst und ich hoffe ich kann den Plan so durchziehen. Warum plane ich? Ich will natürlich auch jedem ca. bewusst machen, wann ich wo bin und Sie/Er mich besuchen kommen kann. 😉 Also ja, ich nehme mir viel vor, das ist mir bewusst 😉

Vom spanischen Grenzort Puigcerda steigt der E4 zu den katalanischen Pyrenäen an. Hier reichen die Gipfel über 2.500m im Serra de Moixeró. Auf der Höhe von Barcelona, werde ich auf den E4 für kurze Zeit verlassen und auf dem Jakobsweg Cami de Sant Jaume abbiegen. Dieser führt mich nach Barcelona! 🙂

Nach dem ein oder anderen Zero Day geht es auf dem E10 auf nach Tarragona. Hier werde ich seit langem mal wieder am Mittelmeer entlang wandern. Ich freue mich jetzt schon darauf!!!

Bei Tarragona führt auch der E4 entlang und somit wechsle ich hier wieder auf diesen und werde im Inland weiter wandern. Vom Mündungsdelta des Ebro steigt der E4 in die Serra de Montsant hinauf. Die Wege in den Bergen nahe der Grenze zur Provinz Aragón werden anscheinend selten von Menschen begangen (lt. Internet). Hier kann es sein, dass ich keine Notunterkunft finde oder das sogar Wanderwege durch Grundbesitzer gesperrt sind.
Der E4 zieht weiter über die Bergkette der Alto Mijares, anschließend vorbei am Stausee Arenoso und durch das Hinterland von Valéncia nach Elche.

Nach dem ich die Grenze zur autonomen Provinz Murcia überschritten habe, werde ich auch Katalonien verlassen. Hier werde ich auf eine wüsten artige Berglandschaft treffen, welche anscheinend mit endlosen Gewächshäusern belegt ist. Entlang der Rambla de la Rogativa, ein ausgetrocknetes Bachtal, führt der E4 zum Gipfel des Almacilón. Hier wird auch die Grenze nach Andalusien überquert. Es geht für mich ein Traum in Erfüllung – Andalusien! 🙂
Nach den trockenen Hügel zwischen Huéscar und Baza ist der Picón de Gor (2.271m) das nächste Ziel. Mit dem Abstieg nach Charches bin ich in der bekannten Sierra Nevada gelandet!
In den Frühlingsmonaten liegt hier oft noch Schnee, was mich aber im Hochsommer nicht treffen wird. 😀
Über den Pass Puerta de la Ragua geht es weiter in die südliche Region der Sierra Nevada. In Byárcal biege ich nach Westen ab und solle seit langem mal wieder entlang grüner Wiesen in der Region Alpujarras wandern. Auf 1.470m werde ich das höchstgelegene Dorf Spaniens erreichen – Trevélez. Bei Antequera zweigt die Route zum Parque Natural del Torcal ab. Das Felslabyrinth des El Torcal zählt zu den am meisten besuchten Wanderregionen Andalusiens. Das auf einem Felsplateau liegenden Städtchen Ronda liegt auf dem Weg nach Ubrique. Hier werde ich endgültig nach Süden abbiegen und über Jimena de la Frontera und Los Barrios gelange ich ans Mittelmeer nach Algeciras. Ich bin nach ca. 1700 km von der Landesgrenze am Ende des E4 angekommen! Eventuell werde ich bei Antequera einen Ausflug nach Malaga machen. Ansonsten werde ich den E4 durchweg entlang laufen.

Was wäre Andalusien ohne die wunderschöne Stadt Sevilla! Schon seit mehreren Jahren begeistert mich diese Stadt und ich will Sie unbedingt besuchen. Am Ende des E4 kreuzt der Camino de Santiago del Estrecho, dieser Jakobsweg führt mich bis nach Cádiz. Dort endet dieser Abschnitt und dort startet die erste Teilstrecke des bekannten Jakobswegs Vía Augusta de Cádiz a Sevilla. Bis nach Sevilla werde ich etwa 250 km unterwegs sein. In dieser wundervollen Stadt werde ich die erste längere Pause seit Barcelona machen und mal die Seele baumeln lassen!

Nun kommt ein Abschnitt, bei dem ich noch nicht weiß, ob ich diesen zu Fuß, Bus oder Taxi zurücklegen werde. Wo will ich hin? Eigentlich könnte ich von Sevilla direkt nach Santiago de Compostella, also den Via de la Plata entlang. Dieser Weg führt nach 700 km direkt dort hin. Aber wer mich kennt weiß, dass ich unbedingt nochmal Portugal erleben möchte! Ich war hier 2016 an der Algarve. Ich werde an einen Ort zurückkehren, an dem der Ursprung dieses großen Abenteuers liegt, aber dazu irgendwann mehr 😉
Also ich will nach Alcoutim dieser Ort liegt an der Grenze zu Spanien und schon in Portugal. Von hier aus startet der Via Algarviana (GR13). Dieser Wanderweg führt im Hinterland der Algarve entlang bis zum Kap Sao Vicente das „Ende der Welt“! 
Ich freue mich so darauf wieder diesen einmaligen Ort zu sehen, wo der Atlantik auf das Mittelmeer trifft und die Europäer früher dachten, dass hier das Ende der Welt sein wird. Es ist imposant wenn hier der Wind bläst! Dieser Wanderweg soll an den E4 angeschlossen werden und somit wandere ich sozusagen den E4 wieder entlang. Dieser Weg führt mich 300 km durch eine wunderschöne Landschaft, wo ich auch durch Gebirge streifen werde. Ich werde längere Zeit durch die Serra de Monchique wandern.

Die genaue Route seht Ihr am besten in dieser Karte:

Am Kap angekommen geht es entlang der Atlantikküste nach Norden. Ich werde die Rota Vicentina entlang wandern. Die Rota Vicentina kann auf mehreren Wegen gelaufen werden. Ich habe mich bisher entschlossen den Fishermen’s Trail entlang zu gehen. Er führt mich fast 200 km in den Norden direkt am Atlantik entlang. Wenn Ihr diese Website öffnet, dann brauche ich euch glaube ich nicht erzählen was für eine schöne Landschaft ich sehen werde! Wir sind Europa und haben solche schöne Regionen. Selbst mir als Portugal Liebhaber war nicht bewusst, dass die Atlantikküste so schön sein kann!

Fishermen’s Trail

Bei Porto Covo werde ich den Historical Way bis nach Santiago do Cacém wandern.

Historical Way

Von dort aus wird es sehr wahrscheinlich mit dem Bus bis nach Lissabon gehen. Auch diese Stadt wird mich nie mehr loslassen und ich freue mich schon auf engen Gassen, die kleinen Café und das entlang schlendern am Ufer des Tejo. Von Lissabon aus werde ich nun offiziell die Pilgerreise nach Santiago de Compostela antreten! Mein erster Gedanke in 2016 war, dass ich den Jakobsweg pilgern möchte und fast genau 3 Jahre später werde ich ihn von Lissabon aus starten!

Die ersten 100 Kilometer führen mich in das Inland nach Santarém auf dem Caminho Portugues de Santiago. Diesen folge ich 160 km weiter nördlich nach Coímbra. Jetzt folgt der längste Abschnitt diesen Wanderwegs und zwar 380 km in Richtung Küste nach Porto. In Porto werde ich definitiv ein paar Tage Pause einlegen und die letzten Kilometer nach Santiago de Compostela gehen. Dieses Ziel wird nicht das Ende meiner Tour bedeuten, aber erst einmal das Ende meiner konkreten Planungen!

Ich weiß nicht wie lange ich bis zu diesem Ziel wandern werde. Ganz ehrlich, langsam zähle ich nicht mehr mit, aber ich werde schon über ein halbes Jahr unterwegs sein und somit naht der Winter auch im Süden Europas. Mein Ziel ist und bleibt das Nordkap und das werde ich erreichen!

http://www.via-algarviana.com/index.html

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