Reiseroute Teil 3 – Spanien & Portugal

Wie schon im vorherigen Teil am Ende beschrieben, werde ich schon mehr als 5.000 km gewandert sein, wenn ich die spanische Grenze erreiche. Dies bedeutet auch, dass ich im Hochsommer in Spanien und im Spätsommer in Portugal unterwegs sein werde.

Aber zur Route kommen wir wie gewohnt jetzt im Text. 😉 Ganz wichtig ist mir, aber dass du das als Leser, als meinen Plan siehst und ich hoffe ich kann den Plan so durchziehen. Warum plane ich? Ich will natürlich auch jedem ca. bewusst machen, wann ich wo bin und Sie/Er mich besuchen kommen kann. 😉 Also ja, ich nehme mir viel vor, das ist mir bewusst 😉

Vom spanischen Grenzort Puigcerda steigt der E4 zu den katalanischen Pyrenäen an. Hier reichen die Gipfel über 2.500m im Serra de Moixeró. Auf der Höhe von Barcelona, werde ich auf den E4 für kurze Zeit verlassen und auf dem Jakobsweg Cami de Sant Jaume abbiegen. Dieser führt mich nach Barcelona! 🙂

Nach dem ein oder anderen Zero Day geht es auf dem E10 auf nach Tarragona. Hier werde ich seit langem mal wieder am Mittelmeer entlang wandern. Ich freue mich jetzt schon darauf!!!

Bei Tarragona führt auch der E4 entlang und somit wechsle ich hier wieder auf diesen und werde im Inland weiter wandern. Vom Mündungsdelta des Ebro steigt der E4 in die Serra de Montsant hinauf. Die Wege in den Bergen nahe der Grenze zur Provinz Aragón werden anscheinend selten von Menschen begangen (lt. Internet). Hier kann es sein, dass ich keine Notunterkunft finde oder das sogar Wanderwege durch Grundbesitzer gesperrt sind.
Der E4 zieht weiter über die Bergkette der Alto Mijares, anschließend vorbei am Stausee Arenoso und durch das Hinterland von Valéncia nach Elche.

Nach dem ich die Grenze zur autonomen Provinz Murcia überschritten habe, werde ich auch Katalonien verlassen. Hier werde ich auf eine wüsten artige Berglandschaft treffen, welche anscheinend mit endlosen Gewächshäusern belegt ist. Entlang der Rambla de la Rogativa, ein ausgetrocknetes Bachtal, führt der E4 zum Gipfel des Almacilón. Hier wird auch die Grenze nach Andalusien überquert. Es geht für mich ein Traum in Erfüllung – Andalusien! 🙂
Nach den trockenen Hügel zwischen Huéscar und Baza ist der Picón de Gor (2.271m) das nächste Ziel. Mit dem Abstieg nach Charches bin ich in der bekannten Sierra Nevada gelandet!
In den Frühlingsmonaten liegt hier oft noch Schnee, was mich aber im Hochsommer nicht treffen wird. 😀
Über den Pass Puerta de la Ragua geht es weiter in die südliche Region der Sierra Nevada. In Byárcal biege ich nach Westen ab und solle seit langem mal wieder entlang grüner Wiesen in der Region Alpujarras wandern. Auf 1.470m werde ich das höchstgelegene Dorf Spaniens erreichen – Trevélez. Bei Antequera zweigt die Route zum Parque Natural del Torcal ab. Das Felslabyrinth des El Torcal zählt zu den am meisten besuchten Wanderregionen Andalusiens. Das auf einem Felsplateau liegenden Städtchen Ronda liegt auf dem Weg nach Ubrique. Hier werde ich endgültig nach Süden abbiegen und über Jimena de la Frontera und Los Barrios gelange ich ans Mittelmeer nach Algeciras. Ich bin nach ca. 1700 km von der Landesgrenze am Ende des E4 angekommen! Eventuell werde ich bei Antequera einen Ausflug nach Malaga machen. Ansonsten werde ich den E4 durchweg entlang laufen.

Was wäre Andalusien ohne die wunderschöne Stadt Sevilla! Schon seit mehreren Jahren begeistert mich diese Stadt und ich will Sie unbedingt besuchen. Am Ende des E4 kreuzt der Camino de Santiago del Estrecho, dieser Jakobsweg führt mich bis nach Cádiz. Dort endet dieser Abschnitt und dort startet die erste Teilstrecke des bekannten Jakobswegs Vía Augusta de Cádiz a Sevilla. Bis nach Sevilla werde ich etwa 250 km unterwegs sein. In dieser wundervollen Stadt werde ich die erste längere Pause seit Barcelona machen und mal die Seele baumeln lassen!

Nun kommt ein Abschnitt, bei dem ich noch nicht weiß, ob ich diesen zu Fuß, Bus oder Taxi zurücklegen werde. Wo will ich hin? Eigentlich könnte ich von Sevilla direkt nach Santiago de Compostella, also den Via de la Plata entlang. Dieser Weg führt nach 700 km direkt dort hin. Aber wer mich kennt weiß, dass ich unbedingt nochmal Portugal erleben möchte! Ich war hier 2016 an der Algarve. Ich werde an einen Ort zurückkehren, an dem der Ursprung dieses großen Abenteuers liegt, aber dazu irgendwann mehr 😉
Also ich will nach Alcoutim dieser Ort liegt an der Grenze zu Spanien und schon in Portugal. Von hier aus startet der Via Algarviana (GR13). Dieser Wanderweg führt im Hinterland der Algarve entlang bis zum Kap Sao Vicente das „Ende der Welt“! 
Ich freue mich so darauf wieder diesen einmaligen Ort zu sehen, wo der Atlantik auf das Mittelmeer trifft und die Europäer früher dachten, dass hier das Ende der Welt sein wird. Es ist imposant wenn hier der Wind bläst! Dieser Wanderweg soll an den E4 angeschlossen werden und somit wandere ich sozusagen den E4 wieder entlang. Dieser Weg führt mich 300 km durch eine wunderschöne Landschaft, wo ich auch durch Gebirge streifen werde. Ich werde längere Zeit durch die Serra de Monchique wandern.

Die genaue Route seht Ihr am besten in dieser Karte:

Am Kap angekommen geht es entlang der Atlantikküste nach Norden. Ich werde die Rota Vicentina entlang wandern. Die Rota Vicentina kann auf mehreren Wegen gelaufen werden. Ich habe mich bisher entschlossen den Fishermen’s Trail entlang zu gehen. Er führt mich fast 200 km in den Norden direkt am Atlantik entlang. Wenn Ihr diese Website öffnet, dann brauche ich euch glaube ich nicht erzählen was für eine schöne Landschaft ich sehen werde! Wir sind Europa und haben solche schöne Regionen. Selbst mir als Portugal Liebhaber war nicht bewusst, dass die Atlantikküste so schön sein kann!

Fishermen’s Trail

Bei Porto Covo werde ich den Historical Way bis nach Santiago do Cacém wandern.

Historical Way

Von dort aus wird es sehr wahrscheinlich mit dem Bus bis nach Lissabon gehen. Auch diese Stadt wird mich nie mehr loslassen und ich freue mich schon auf engen Gassen, die kleinen Café und das entlang schlendern am Ufer des Tejo. Von Lissabon aus werde ich nun offiziell die Pilgerreise nach Santiago de Compostela antreten! Mein erster Gedanke in 2016 war, dass ich den Jakobsweg pilgern möchte und fast genau 3 Jahre später werde ich ihn von Lissabon aus starten!

Die ersten 100 Kilometer führen mich in das Inland nach Santarém auf dem Caminho Portugues de Santiago. Diesen folge ich 160 km weiter nördlich nach Coímbra. Jetzt folgt der längste Abschnitt diesen Wanderwegs und zwar 380 km in Richtung Küste nach Porto. In Porto werde ich definitiv ein paar Tage Pause einlegen und die letzten Kilometer nach Santiago de Compostela gehen. Dieses Ziel wird nicht das Ende meiner Tour bedeuten, aber erst einmal das Ende meiner konkreten Planungen!

Ich weiß nicht wie lange ich bis zu diesem Ziel wandern werde. Ganz ehrlich, langsam zähle ich nicht mehr mit, aber ich werde schon über ein halbes Jahr unterwegs sein und somit naht der Winter auch im Süden Europas. Mein Ziel ist und bleibt das Nordkap und das werde ich erreichen!

http://www.via-algarviana.com/index.html

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